Liebe Gemeinde,

Was wird das neue Jahr bringen – für uns persönlich, für unsere Gemeinden, für unser Volk, für unsere Welt? Wir wünschen uns ein gutes Miteinander in unseren Familien, Kraft für unsere Aufgaben, Gelingen unserer Arbeit, Wachstum der Kirchgemeinde, geordnete Verhältnisse in unserem Land, Gesundheit für Leib und Seele.

In alle diesen Wünschen steckt immer auch die Hoffnung auf Frieden. Das ist auf jeden Fall die Hoffnung, auch weiterhin in unserem Teil der Welt vom Krieg verschont zu bleiben. Doch trotz dieser guten Voraussetzung gibt es viel Anlass in unserem Leben, den Frieden zu suchen und sich intensiv dafür einzusetzen. „Suche Frieden und jage ihm nach.“, so rüttelt uns die Jahreslosung auf. Sie nimmt uns in die Pflicht, dass wir uns mit unseren Kräften und Möglichkeiten in unseren Familien, am Arbeitsplatz, in der Nachbarschaft, im Verein, in unserer Kirchgemeinde für ein friedliches Miteinander einzusetzen. „Suchen“ und „jagen“ – es geht hier um ein intensives Handeln. Der Einsatz für Frieden braucht Entschiedenheit und Kraft, er lässt sich nicht so nebenbei erledigen. Er fordert ebenso Geduld und Ausdauer: also einen langen Atem, der sich nicht von Rückschlägen kleinkriegen lässt.

„Lass ab vom Bösen und tue Gutes.“ Das steht unmittelbar vor der Jahreslosung. Diese Aufforderungen sind entscheidende Weichenstellungen beim Einsatz für den Frieden. Frieden kann nur werden, wenn dem Bösen der Riegel vorgeschoben wird und das Tun des Guten sich entfalten kann. Auch der vorhergehende Vers gibt eine wichtige Orientierung: „Behüte deine Zunge vor Bösem und deine Lippen, dass sie nicht Trug reden.“ Nicht nur böse Taten richten Unheil an, sondern ebenso böse Worte. Sie stiften genauso Unfrieden, wie Gewalt und Ungerechtigkeit.

Die Mahnungen des Psalmbeters sind getragen von der Zuversicht, dass der HERR, also unser Gott, denen zur Seite steht, die sich auf den Weg des Friedens begeben, die den Frieden suchen und ihm nachjagen. Gott schenkt dazu die Kraft und tut denen Gutes, die ihm vertrauen. Weil wir uns darauf verlassen können, wird unser Einsatz für den Frieden nicht vergeblich sein.

Im Sinn der Jahreslosung hoffe ich auf ein gutes Miteinander und grüße Sie herzlich.

Ihr Pfarrer Ehrenfried Krüger


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